Luftpolsterfolie als Schutz

Kinder ziehen aus, eine Familie wird gegründet, man möchte näher zum Arbeitsplatz wohnen oder einfach so in einem anderen Stadtteil oder am Land. Immer ist das mit Einpacken, Verstauen und Schleppen verbunden. Da passiert beim Umzug so manches Missgeschick, erst recht, wenn man müde und unaufmerksam wird. Das berühmte "Eck" in der Kastenwand steckt man noch weg. Betrifft es dann die Vorderfront des Schreibtisches, ruft man entsetzt nach irgendeinem Schutzmaterial.

Karton und Klebestreifen sind in höchstem Maße unzureichend, halten sie doch einem Schlag nicht stand und geben die Energie und damit die zerstörerische Wucht an den Tisch weiter. Der Umzug wird zur Qual, weil man jederzeit damit rechnen muss, dass wieder etwas passiert. Schnell findet man ein altes Styroporteil, das an neuralgischer Stelle aufgeklebt wird, und schon passt man nicht mehr durch die Ausgangstür. Ein alter Teppich über die Tischplatte geworfen tut sein nötigstes und der Tisch wird über die Stiegen getragen. Ständig verrutscht er und gleitet schließlich davon.

"Ah, Sie ziehen um?" Die Nachbarn haben im Stiegenhaus gewartet und begutachten alle vorbeigetragenen Gegenstände. Ohne Schutzmaterial wird noch ein wenig Wand im Flur mitgenommen. Der Ärger ist perfekt. Im Auto schließlich die Ernüchterung: Der Spiegel, der im neuen Vorzimmer hängen sollte, hat dem Druck des Küchensessels nicht stand gehalten und hat sich in tausend Splittern verabschiedet. Der Schirmständer hat überdies einen Riss in der Innenverkleidung des Autos hinterlassen. Im neuen Haus fängt das Spiel von vorne an, in umgekehrter Richtung. Sorgenfrei! Wieviel sorgenfreier wäre alles abgelaufen, hätte man im Vorhinein beim Umzug auf das richtige Schutzmaterial geschaut. Online und im Baumarkt wird man rasch fündig.

Die Luftpolsterfolie, kurz Lupo genannt, entspricht genau dem, was beim Wohnungswechsel notwendig ist.

Zwei Lagen werden angeboten, auch drei. Wichtig ist dass die Außenhülle glatt gearbeitet ist. Sie soll nirgends hängen bleiben, vielleicht noch milchig trüb sein, um neugierige Blicke abzuhalten. Die zweite Lage ist regelmäßig gerafft und zu Noppen in der Größe von Fingerkuppen mit der ersten Folie verschweißt. Für Kästen, Tische, das Klavier oder die Bretter vom Bettgestell allemal genug. Doch schmale Gegenstände, wie der erwähnte Spiegel, können zwischen die Noppen rutschen und erst recht an der Außenhaut liegen. Hier schafft nur eine dreilagige Luftpolsterfolie Abhilfe.

Eine dritte Haut deckt die Noppen vollständig ab. Streng genommen bildet die Luft zwischen den Noppen einen zusätzlichen, mit Luft gefüllten Stoßdämpfer. So können Spiegel, Glas und Porzellan sicher von Ort zu Ort reisen. (Es versteht sich von selbst, dass die Stretchfolie, die etwa am Flughafen zum Ummanteln der Koffer verwendet wird, nichts mit einer Luftpolsterfolie zu tun hat.)